Ein Wendejahr für den Wohnungsmarkt ! ?

21.03.2025

Ein Wendejahr für das politische und ökonomische Umfeld in Wohnungsbau und Wohnungsmarkt?! Auf den Immobilienmarkt wirken Wirtschaftswachstum, Zinsen, Demographie und Bautätigkeit. Der neue Aufschwung ist mühsam, aber es gibt „Knospen der Hoffnung“, so Prof. Dr. Just von Immobilienakademie und Universität Regensburg auf der Versammlung der norddeutschen Wohnungsunternehmen. Bei der Erholung der Wohnungsmärkte spielt auch die öffentliche Hand eine Rolle: Es gelte weiterhin, die Standards zu harmonisieren, Nachverdichten und Aufstocken, Regularien abbauen, Mietregulierung marktkonformer gestalten, Digitalisierung voranbringen und mehr Bauland ausweisen. Dazu brauchen wir auch mehr Experimentieren und eine Stärkung der Infrastruktur. Mietpreisbremsen und Kappungsgrenzen wirken hingegen kontraproduktiv.

Prof. Dr. Schularick vom Kieler Institut für Weltwirtschaft ordnete die Entwicklung im Wohnungsbau in die gesamtwirtschaftliche Situation ein. Die avisierten Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung haben bereits eine spürbare Aufbruchstimmung gezeigt. Die Wachstumserwartung ist z.B. bereits an den Finanzmärkten (DAX, Euro) sichtbar. International gilt es jetzt auch die richtigen handelspolitischen Maßnahmen zu ergreifen. Nicht nur für die Wohnungswirtschaft sind Rohstoffe für die ökonomische Sicherheit eine Herausforderung.

Auch ich meine, dass die langfristigen Herausforderungen gravierender sind als die kurzfristigen. Der neuen Regierung stehen große Aufgaben bevor (Konjunktur, geopolitische Sicherheit, Sozialpolitik, Wohnen, Europa, Klima, …) und wir benötigen echte Strukturreformen sowie spürbaren Bürokratieabbau. Das neue Investitionspaket muss einen echten Schub geben und darf nicht zum Schuldenproblem verkommen.

Für die Wohnungswirtschaft gilt es, mutig Wohnungspolitik zu machen und die Aufmerksamkeit trotz anderen dringenden Themen zu haben. Umso mehr muss mit nicht-fiskalischen Deregulierungsmaßnahmen gearbeitet werden.