gewonnen - aber doch gegen das neue Wahlrecht verloren

25.02.2025

Das Bundestags-Wahlergebnis ist in Flensburg-Schleswig für Petra Nicolaisen und die CDU ein großer Erfolg und zugleich ein ebenso bitteres Ergebnis.
Die CDU hat deutlich das beste Ergebnis der Parteien erzielt und Petra Nicolaisen hat den Wahlkreis auch gegen Vizekanzler Robert Habeck wieder zurück gewonnen. Gegen die politischen Kontrahenten zu gewinnen und dann aber gegen das neue Wahlrecht zu verlieren ist am Ende bitter. Es ist nicht vermittelbar, dass anstatt der Gewinnerin die Verlierer in den Bundestag einziehen. Das Wahlrecht muss korrigiert werden.
Auch für unsere Region ist dieses Ergebnis nicht gut, denn weder Robert Habeck noch Stefan Seidler werden aller Voraussicht nach nicht einer neuen Koalition als regierungstragende Fraktionen angehören. Und nur aus der Opposition heraus ist Flensburg-Schleswig schlecht in Berlin vertreten. Robert Habeck hat inzwischen angekündigt, dass er keine führende Rolle bei den Grünen mehr spielen will. Damit wird unsere Region selbst aus der Opposition heraus in Berlin nicht mehr wahrnehmbar. Und Stefan Seidler findet als fraktionsloser Einzelkämpfer ohne Stimmrecht in den Ausschüssen ohnehin kein Gehör im Bundestag.
Mit Petra Nicolaisen verlieren wir eine gewichtige Stimme in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die unsere regionalen Belange in der demnächst wahrscheinlich regierungstragenden Partei gut hätte vertreten können. Als Vorsitzende der AG Kommunalpolitik hätte sie weiterhin für unsere örtlichen Angelegenheiten ein ordentliches Wort mitzureden gehabt und unsere regionalen Interessen wie z.B. beim Küstenschutz oder der Altlastsanierung Wickingeck wären viel besser als von Robert Habeck oder Stefan Seidler geregelt werden können.
Nicht nur für die CDU und für Petra Nicolaisen sondern auch für Flensburg-Schleswig macht mich das Ergebnis trotz des Erfolges betroffen.
Grafiken: https://www.wahlen-sh.de/btw25