Potentialkarte für kommunale Wärmenetze

12.03.2025

Wo gibt es genügend Wärmebedarf, um kommunale Wärmenetze voraussichtlich rentabel betreiben zu können? Mit der neuen Wärmepotentialkarte bekommen die Gemeinden ein Unterstützungs-Tool für die kommunale Wärmeplanung an die Hand. Hier kann gesehen werden, wo der Wärmebedarf potenziell für einen rentablen Betrieb eines Wärmenetzes ausreicht. Die Wärmepotenzialkarten sind jetzt über den DigitalAtlasNord abrufbar und stellen die beste Datenquelle zum Wärmebedarf in Schleswig-Holstein dar.
Anhand der neuen Wärmepotentialkarte lässt sich für die Bürgerinnen und Bürger jetzt schon vorsichtig erahnen, wo welche Gemeinden in vertiefende Wärmenetzplanungen einsteigen könnten und wo nicht. Das bedeutet auch schon einen deutlichen Schritt in Richtung zügiger Planungssicherheit.
Kommt ein Gebiet für ein Wärmenetz jedoch nicht in Frage, beispielsweise aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit oder nicht zur Verfügung stehender Erneuerbaren-Energien-Anlagen, können die Gemeinden weitere Planungen im verkürzten Verfahren durchführen und sparen damit Zeit und Ressourcen. Gerade für viele kleine Gemeinden bedeutet dies einen wertvollen Zeitgewinn und es werden ja schlanke und effektive Verfahren bei der kommunalen Wärmeplanung gebraucht.
Generell sollte es für die Kommunen noch weitere Verfahrensentlastungen geben. Auch mit der jetzt bereitgestellten Wärmepotentialkarte werden Erkenntnisse sichtbar. Meines Erachtens können und sollten die Konzeptverpflichtungen des Heizungsgesetzes entschärft werden.
Beim jetzt auch neu eröffneten gemeinsamen Wärmekompetenzzentrum von Land und Kommunen können sich die Gemeinden jedenfalls auch zur Aufstellung der kommunalen Wärmepläne beraten lassen. Mit der kommunalen Wärmeplanung haben unsere Gemeinden in den kommenden Jahren eine wichtige Aufgabe zu stemmen. Das Land lässt sie dabei nicht alleine.
https://danord.gdi-sh.de/viewer/resources/apps/Waerme/index.html?lang=de#/